Contracting Award 2026 – Gewinner: empact GmbH
03.07.2026 | Der diesjährige Contracting Award, gestiftet von der Fachzeitschrift Energie & Management und dem vedec – Verband für Energiedienstleistungen, Effizienz und Contracting – geht in diesem Jahr an die empact GmbH. Das Unternehmen überzeugt mit seinem Projekt „Dockyard“ in Berlin. Mit dem Projekt Dockyard – Integriertes Energie- und Wärmeliefer-Contracting zeichnet die
Jury ein Projekt aus, das in besonderer Weise zeigt, wie Contracting im urbanen Raum zu einem integrierten, klimaneutralen und stadtverträglichen Energiesystem weiterentwickelt werden kann.
Jury ein Projekt aus, das in besonderer Weise zeigt, wie Contracting im urbanen Raum zu einem integrierten, klimaneutralen und stadtverträglichen Energiesystem weiterentwickelt werden kann.

Stefan Scherz, empact (Mitte) nimmt den Preis von Tobias Dworschak, vedec (links) und Stefan Sagmeister, E&M entgegen
Für den Contracting Award eingereicht werden konnten Projekte, die in den mittleren Leistungsbereich fallen und neue Ideen für die Energielieferung oder bei Kooperationsformen entwickelt haben. Beurteilt und prämiert wurde nicht vorrangig die Technik, sondern auch das übergreifende Organisations- und Betreibermodell, das sich auch auf die Übernahme und optimierende Betriebsführung vorhandener Altanlagen beziehen kann. Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen. Der Gewinner wird traditionell mit der Bronzeskulptur des Künstlers Robert Harbauer ausgezeichnet.
Die Verleihung fand am 22. Juni auf der Opening Night im Rahmen unseres Jahreskongresses in Berlin statt.
Die Verleihung fand am 22. Juni auf der Opening Night im Rahmen unseres Jahreskongresses in Berlin statt.


Mit dem Projekt Dockyard – Integriertes Energie- und Wärmeliefer-Contracting zeichnet die Jury ein Projekt aus, das in besonderer Weise zeigt, wie Contracting im urbanen Raum zu einem integrierten, klimaneutralen und stadtverträglichen Energiesystem weiterentwickelt werden kann.

Das Anlagen- und Betriebskonzept überzeugt durch seine konsequente Systemlogik. Für den siebengeschossigen Bürokomplex in Holzhybridbauweise an der Stralauer Allee in Berlin hat die empact GmbH ein Energieversorgungssystem realisiert, das Photovoltaik und Photovoltaik-Thermie, Wärmepumpen, Eisspeicher, gebäudeeigene Abwärme und digitale Betriebsführung intelligent miteinander verbindet.
Besonders auszeichnungswürdig ist, dass die einzelnen Komponenten nicht nebeneinanderstehen, sondern funktional aufeinander bezogen sind. Der Eisspeicher dient als saisonaler Speicher und ermöglicht sowohl effiziente Wärmebereitstellung im Winter als auch Kälteversorgung im Sommer. Der Strom aus PV und PVT wird vorrangig zum Betrieb der Wärmepumpen eingesetzt; zugleich sorgt ein KI-gestütztes Energiemanagement für einen bedarfsgerechten, prädiktiven und sektorgekoppelten Betrieb. Wärme, Kälte, Strom, Speicher und perspektivisch Elektromobilität werden damit nicht isoliert, sondern als ein gemeinsames Energiesystem verstanden.
Auch im Kriterium Umweltentlastung setzt Dockyard ein starkes Zeichen. Das Projekt verzichtet auf fossile Brennstoffe. Die Nutzung lokaler und regenerativer Energiequellen, die Kombination von Wärmepumpen und Großspeicher sowie die Minimierung lokaler Abwärme- und Lärmemissionen sind gerade im dichten städtischen Raum von besonderer Bedeutung. Dockyard zeigt damit, dass Dekarbonisierung und Stadtverträglichkeit zusammengehören: Klimaschutz wird hier nicht auf Kosten des Quartiers umgesetzt, sondern als Beitrag zu einem leiseren, emissionsärmeren und weniger überwärmten Stadtraum verstanden.
Der innovative Kern liegt insbesondere in der konsequenten Nutzung von PVT-Modulen als multifunktionalem Bestandteil der Energieversorgung. Sie ermöglichen die Doppelnutzung knapper Dachflächen, erzeugen Strom und Wärme, entlasten die PV-Module thermisch und vermeiden zugleich konventionelle Rückkühler. Gerade diese Verbindung von technischer Effizienz, architektonischer Integration und städtebaulicher Qualität macht das Projekt beispielgebend. Dockyard zeigt, wie urbane Energiezentralen künftig aussehen können: leise, integriert, erneuerbar, speicherfähig und auf den konkreten Ort zugeschnitten.
Die Bewerbung beschreibt den zugrundeliegenden Vertrag als ein partnerschaftliches Contracting-Modell mit transparenter Preisbildung, klarer Kostenlogik, langfristig stabilen Wärme- und Kältepreisen sowie einer nachvollziehbaren Zuordnung von Risiken, Verantwortlichkeiten und Chancen. Dass Zielpreise bereits im Ausschreibungsrahmen berücksichtigt wurden, unterstreicht den Anspruch, Wirtschaftlichkeit, Planbarkeit und Klimaschutz zusammenzuführen.
Dockyard hat die Jury deshalb besonders überzeugt, weil das Projekt die Zukunft des Contracting sehr anschaulich macht. Es geht nicht mehr nur um die Lieferung von Wärme oder Kälte, sondern um die Gestaltung eines urbanen Energiesystems. Das Projekt verbindet technologische Exzellenz mit städtischer Sensibilität, Klimaneutralität mit Nutzerakzeptanz und Innovation mit einem tragfähigen Betreibermodell. Dockyard steht damit exemplarisch für eine neue Generation von Contracting-Projekten: systemisch gedacht, partnerschaftlich umgesetzt und sichtbar wirksam im Quartier.
Das Projekt war bereits “Projekt des Monats” bei uns im März 2026.
Besonders auszeichnungswürdig ist, dass die einzelnen Komponenten nicht nebeneinanderstehen, sondern funktional aufeinander bezogen sind. Der Eisspeicher dient als saisonaler Speicher und ermöglicht sowohl effiziente Wärmebereitstellung im Winter als auch Kälteversorgung im Sommer. Der Strom aus PV und PVT wird vorrangig zum Betrieb der Wärmepumpen eingesetzt; zugleich sorgt ein KI-gestütztes Energiemanagement für einen bedarfsgerechten, prädiktiven und sektorgekoppelten Betrieb. Wärme, Kälte, Strom, Speicher und perspektivisch Elektromobilität werden damit nicht isoliert, sondern als ein gemeinsames Energiesystem verstanden.
Auch im Kriterium Umweltentlastung setzt Dockyard ein starkes Zeichen. Das Projekt verzichtet auf fossile Brennstoffe. Die Nutzung lokaler und regenerativer Energiequellen, die Kombination von Wärmepumpen und Großspeicher sowie die Minimierung lokaler Abwärme- und Lärmemissionen sind gerade im dichten städtischen Raum von besonderer Bedeutung. Dockyard zeigt damit, dass Dekarbonisierung und Stadtverträglichkeit zusammengehören: Klimaschutz wird hier nicht auf Kosten des Quartiers umgesetzt, sondern als Beitrag zu einem leiseren, emissionsärmeren und weniger überwärmten Stadtraum verstanden.
Der innovative Kern liegt insbesondere in der konsequenten Nutzung von PVT-Modulen als multifunktionalem Bestandteil der Energieversorgung. Sie ermöglichen die Doppelnutzung knapper Dachflächen, erzeugen Strom und Wärme, entlasten die PV-Module thermisch und vermeiden zugleich konventionelle Rückkühler. Gerade diese Verbindung von technischer Effizienz, architektonischer Integration und städtebaulicher Qualität macht das Projekt beispielgebend. Dockyard zeigt, wie urbane Energiezentralen künftig aussehen können: leise, integriert, erneuerbar, speicherfähig und auf den konkreten Ort zugeschnitten.
Die Bewerbung beschreibt den zugrundeliegenden Vertrag als ein partnerschaftliches Contracting-Modell mit transparenter Preisbildung, klarer Kostenlogik, langfristig stabilen Wärme- und Kältepreisen sowie einer nachvollziehbaren Zuordnung von Risiken, Verantwortlichkeiten und Chancen. Dass Zielpreise bereits im Ausschreibungsrahmen berücksichtigt wurden, unterstreicht den Anspruch, Wirtschaftlichkeit, Planbarkeit und Klimaschutz zusammenzuführen.
Dockyard hat die Jury deshalb besonders überzeugt, weil das Projekt die Zukunft des Contracting sehr anschaulich macht. Es geht nicht mehr nur um die Lieferung von Wärme oder Kälte, sondern um die Gestaltung eines urbanen Energiesystems. Das Projekt verbindet technologische Exzellenz mit städtischer Sensibilität, Klimaneutralität mit Nutzerakzeptanz und Innovation mit einem tragfähigen Betreibermodell. Dockyard steht damit exemplarisch für eine neue Generation von Contracting-Projekten: systemisch gedacht, partnerschaftlich umgesetzt und sichtbar wirksam im Quartier.
Das Projekt war bereits “Projekt des Monats” bei uns im März 2026.
Mit dem Masterplan CO₂-Reduktion – Neue Energieversorgung am Chemiestandort in Seelze würdigt die Jury ein Projekt von außergewöhnlicher industrieller Dimension. EnBW Contracting und Solstice Advanced Materials zeigen, wie Contracting auch dort wirksam werden kann, wo die Anforderungen an Versorgungssicherheit, Temperatur- und Medienniveaus, Betriebsstabilität und Wirtschaftlichkeit besonders hoch sind: in der chemischen Industrie. Das Projekt ist damit nicht nur ein starkes Einzelvorhaben, sondern ein wichtiger Beitrag zur Frage, wie energieintensive Standorte auf dem Weg zur Klimaneutralität transformiert werden können.

Kern des Projekts ist ein integriertes Energiekonzept, das Wärmepumpentechnologie, produktionsbedingte Abwärme, ein Biomasse- bzw. Altholzheizwerk zur Grundlast-Dampferzeugung, neue Heizwasser- und Kühlwassernetze sowie eine digital gesteuerte Betriebsführung miteinander verbindet. Die bisherige erdgasbefeuerte Gasturbinenanlage zur Dampferzeugung wurde durch eine neue Energiezentrale ersetzt, die den Standort bedarfsgerecht mit Dampf, Warmwasser sowie Kalt- und Kühlwasser versorgt. Die schlüsselfertige Inbetriebnahme der neuen Energiezentrale erfolgte im August 2025.
Besonders hervorzuheben ist die konsequente Systemlogik: Das Anlagendesign folgt dem Prinzip „erneuerbar vor fossil, Abwärme vor Primärenergie“. Zum Einsatz kommen unter anderem ein Biomasse-Dampfkessel mit 6 MW Feuerungswärmeleistung, bivalente H₂-ready-Spitzenlastkessel, eine hocheffiziente Wärmepumpe mit 1,7 MWth, zentrale Kälte- und Kühlwassererzeugung, rund 1.300 Meter neues Heizwassernetz sowie rund 400 Meter neues Kühlwassernetz. Diese neuen Mediennetze ermöglichen die De-Steaming-Strategie und reduzieren den Dampfbedarf um rund ein Drittel.
In der Umweltentlastung ist das Projekt besonders stark. Die medienbedingten CO₂-Emissionen sinken nach den Bewerbungsunterlagen um rund 16.000 Tonnen pro Jahr, entsprechend einer Reduktion von etwa 80 % gegenüber der bisherigen fossilen Energieversorgung. Gleichzeitig werden rund 7.600 MWh/a produktionsbedingter Abwärme erstmals systematisch genutzt. Der Dampfbedarf wird von 53.000 MWh/a auf 34.600 MWh/a reduziert. Das ist Klimaschutz in industriellem Maßstab — messbar, substanziell und unmittelbar mit der Produktionsrealität des Standorts verbunden.
Der Innovationscharakter des Projekts liegt weniger in einer einzelnen neuen Technologie als in der industriellen Systemintelligenz. Gerade diese Kombination macht das Projekt auszeichnungswürdig. Es geht um die Transformation eines bestehenden Chemiestandorts mit realen Produktionsanforderungen, nicht um ein Labor- oder Demonstrationsprojekt unter Idealbedingungen. Die modulare Struktur, die Nutzung vorhandener Abwärmepotenziale, die Abkehr von dampfbasierten Versorgungsstrukturen und die digitale Optimierung zeigen, wie industrielle Dekarbonisierung praktisch, resilient und skalierbar gestaltet werden kann.
Projektvorstellung folgt.
Besonders hervorzuheben ist die konsequente Systemlogik: Das Anlagendesign folgt dem Prinzip „erneuerbar vor fossil, Abwärme vor Primärenergie“. Zum Einsatz kommen unter anderem ein Biomasse-Dampfkessel mit 6 MW Feuerungswärmeleistung, bivalente H₂-ready-Spitzenlastkessel, eine hocheffiziente Wärmepumpe mit 1,7 MWth, zentrale Kälte- und Kühlwassererzeugung, rund 1.300 Meter neues Heizwassernetz sowie rund 400 Meter neues Kühlwassernetz. Diese neuen Mediennetze ermöglichen die De-Steaming-Strategie und reduzieren den Dampfbedarf um rund ein Drittel.
In der Umweltentlastung ist das Projekt besonders stark. Die medienbedingten CO₂-Emissionen sinken nach den Bewerbungsunterlagen um rund 16.000 Tonnen pro Jahr, entsprechend einer Reduktion von etwa 80 % gegenüber der bisherigen fossilen Energieversorgung. Gleichzeitig werden rund 7.600 MWh/a produktionsbedingter Abwärme erstmals systematisch genutzt. Der Dampfbedarf wird von 53.000 MWh/a auf 34.600 MWh/a reduziert. Das ist Klimaschutz in industriellem Maßstab — messbar, substanziell und unmittelbar mit der Produktionsrealität des Standorts verbunden.
Der Innovationscharakter des Projekts liegt weniger in einer einzelnen neuen Technologie als in der industriellen Systemintelligenz. Gerade diese Kombination macht das Projekt auszeichnungswürdig. Es geht um die Transformation eines bestehenden Chemiestandorts mit realen Produktionsanforderungen, nicht um ein Labor- oder Demonstrationsprojekt unter Idealbedingungen. Die modulare Struktur, die Nutzung vorhandener Abwärmepotenziale, die Abkehr von dampfbasierten Versorgungsstrukturen und die digitale Optimierung zeigen, wie industrielle Dekarbonisierung praktisch, resilient und skalierbar gestaltet werden kann.
Projektvorstellung folgt.
Mit dem Energieeinspar-Contracting-Projekt der Gemeinde Edingen-Neckarhausen zeichnet die Jury ein Projekt aus, das auf besonders überzeugende Weise zeigt, welche Kraft im klassischen Energiespar-Contracting liegt, wenn es konsequent, messbar und partnerschaftlich umgesetzt wird. Das Projekt betrifft sieben kommunale Liegenschaften – darunter Verwaltungsgebäude, Schulen, Sporthallen, Museum und Freizeitbad – und adressiert damit genau jene Gebäude, in denen sich die kommunale Wärmewende im Alltag bewähren muss.

Das Anlagen- und Betriebskonzept überzeugt durch die Breite und Tiefe des Maßnahmenpakets. E1 Energiemanagement legte ein Angebot mit umfassenden Umbau-, Erneuerungs- und Sanierungsmaßnahmen in allen technischen Bereichen der Energieerzeugung und -nutzung vor.
Technisch wurden die sieben Gebäude aus unterschiedlichen Baujahren und Nutzungsarten zu einem anspruchsvollen kommunalen Gebäudepool zusammengeführt. Vom historischen Schloss bis zu Gebäuden aus den 1970er Jahren. Im technischen Konzept wurden insgesamt zehn Luft-Wasser-Wärmepumpen sowie fünf neue Wärmeerzeugungsanlagen installiert. Zwei Liegenschaften wurden zudem über neu verlegte Nahwärmeleitungen an mit Luft-Wasser-Wärmepumpen ausgestattete Gebäude angebunden. Die Umweltentlastung ist außergewöhnlich gut belegt. Die garantierte Energiekosteneinsparung beträgt 408.257 Euro netto pro Jahr und damit 45,5 % bezogen auf die Energiekosten-Baseline. Die CO₂-Emissionen werden um 778 Tonnen pro Jahr bzw. 64,4 % reduziert.
Gerade im Kriterium faires und transparentes Vertragsmodell ist das Projekt besonders stark. E1 Energiemanagement ist während der 15-jährigen Vertragslaufzeit für Störungsbehebung, Betreuung, Wartung, Instandhaltung, das Einsparergebnis und den energie- bzw. CO₂-effizienten Betrieb der Erzeugungsanlagen verantwortlich. Die Investitionskosten von rund 3,92 Mio. Euro netto werden über die Vertragslaufzeit refinanziert; ergänzend werden ein Investitionskostenbeitrag und BEG-Fördermittel berücksichtigt. Damit werden technische Verantwortung, wirtschaftliche Tragfähigkeit und überprüfbare Einsparziele in einem klaren Contracting-Modell zusammengeführt.
Die Jury würdigt dieses Projekt auch deshalb, weil es nicht nur ein Leuchtturm für besondere Neubauten oder industrielle Großstandorte ist, sondern ein sehr praktisches, übertragbares Modell kommunaler Bestandsmodernisierung. Edingen-Neckarhausen zeigt, dass ambitionierte Energie- und CO₂-Einsparungen auch in heterogenen kommunalen Gebäudepools möglich sind, wie hier mit Schulen, Sporthallen, Rathaus, Freizeitbad und historischen Gebäuden. Das ist vielleicht weniger spektakulär als manche technische Einzelinnovation, aber für die Wärmewende in der Fläche von enormer Bedeutung.
Projektvorstellung folgt.
Technisch wurden die sieben Gebäude aus unterschiedlichen Baujahren und Nutzungsarten zu einem anspruchsvollen kommunalen Gebäudepool zusammengeführt. Vom historischen Schloss bis zu Gebäuden aus den 1970er Jahren. Im technischen Konzept wurden insgesamt zehn Luft-Wasser-Wärmepumpen sowie fünf neue Wärmeerzeugungsanlagen installiert. Zwei Liegenschaften wurden zudem über neu verlegte Nahwärmeleitungen an mit Luft-Wasser-Wärmepumpen ausgestattete Gebäude angebunden. Die Umweltentlastung ist außergewöhnlich gut belegt. Die garantierte Energiekosteneinsparung beträgt 408.257 Euro netto pro Jahr und damit 45,5 % bezogen auf die Energiekosten-Baseline. Die CO₂-Emissionen werden um 778 Tonnen pro Jahr bzw. 64,4 % reduziert.
Gerade im Kriterium faires und transparentes Vertragsmodell ist das Projekt besonders stark. E1 Energiemanagement ist während der 15-jährigen Vertragslaufzeit für Störungsbehebung, Betreuung, Wartung, Instandhaltung, das Einsparergebnis und den energie- bzw. CO₂-effizienten Betrieb der Erzeugungsanlagen verantwortlich. Die Investitionskosten von rund 3,92 Mio. Euro netto werden über die Vertragslaufzeit refinanziert; ergänzend werden ein Investitionskostenbeitrag und BEG-Fördermittel berücksichtigt. Damit werden technische Verantwortung, wirtschaftliche Tragfähigkeit und überprüfbare Einsparziele in einem klaren Contracting-Modell zusammengeführt.
Die Jury würdigt dieses Projekt auch deshalb, weil es nicht nur ein Leuchtturm für besondere Neubauten oder industrielle Großstandorte ist, sondern ein sehr praktisches, übertragbares Modell kommunaler Bestandsmodernisierung. Edingen-Neckarhausen zeigt, dass ambitionierte Energie- und CO₂-Einsparungen auch in heterogenen kommunalen Gebäudepools möglich sind, wie hier mit Schulen, Sporthallen, Rathaus, Freizeitbad und historischen Gebäuden. Das ist vielleicht weniger spektakulär als manche technische Einzelinnovation, aber für die Wärmewende in der Fläche von enormer Bedeutung.
Projektvorstellung folgt.

v.l.n.r.: Dr. Florian Bertsch, Thomas Ullrich (beide EnBW Contracting), Oliver Bornkamm (BMWE), Michael Pietzner (E1 Energiemanagement), Heidi Roider (E&M), Tobias Dworschak (vedec), Stefan Sagmeister (E&M), Stefan Scherz (empact)
Allen Gewinnern gratulieren wir herzlich und bedanken uns ausdrücklich bei allen Bewerbungen, die in diesem Jahr so zahlreich eingegangen sind wie nie.
„Die Vielfalt der eingereichten Projekte hat uns wirklich begeistert. Jedes Projekt hat seine eigenen Besonderheiten und zeigt, wie unterschiedlich die Herausforderungen der Energiewende sein können und wie individuell Contracting darauf Antworten findet. Von innovativen Eisspeicherlösungen über Geothermie bis hin zu komplexen Industrie- und kommunalen Projekten war alles dabei. Genau das macht Contracting aus: Es gibt passgenaue Konzepte für ganz unterschiedliche Anforderungen. Die diesjährigen Bewerbungen zeigen eindrucksvoll, dass Contracting für Bürogebäude, Gewerbestandorte, Industrieunternehmen und kommunale Liegenschaften gleichermaßen ein wichtiger Baustein für mehr Energieeffizienz und Klimaschutz ist.“ (Tobias Dworschak, Vorstandsvorsitzender des vedec)
„Die Vielfalt der eingereichten Projekte hat uns wirklich begeistert. Jedes Projekt hat seine eigenen Besonderheiten und zeigt, wie unterschiedlich die Herausforderungen der Energiewende sein können und wie individuell Contracting darauf Antworten findet. Von innovativen Eisspeicherlösungen über Geothermie bis hin zu komplexen Industrie- und kommunalen Projekten war alles dabei. Genau das macht Contracting aus: Es gibt passgenaue Konzepte für ganz unterschiedliche Anforderungen. Die diesjährigen Bewerbungen zeigen eindrucksvoll, dass Contracting für Bürogebäude, Gewerbestandorte, Industrieunternehmen und kommunale Liegenschaften gleichermaßen ein wichtiger Baustein für mehr Energieeffizienz und Klimaschutz ist.“ (Tobias Dworschak, Vorstandsvorsitzender des vedec)


