
Contracting-Anbieter/Energiedienstleister
BayWa Energie Dienstleistungs GmbH
Ansprechpartner: Dr. Carsten Schaefer
Tel.: +49 89 92222841
E-Mail: energiedienstleistungen@baywa.de
Objektort
94315 Straubing
Projekt des Monats Juni 2011: Bisher größter Contractingvertrag Bayerns: Wärmeversorgung der JVA Straubing
In der Heizzentrale der Justizvollzugsanstalt Straubing waren noch gas- bzw. ölbefeuerte Dampfkessel aus dem Jahr 1970 in Betrieb. Die Verteilung der Wärme auf dem JVA-Gelände erfolgte über ein dampfbetriebenes Nahwärmenetz. Bei der anstehenden Sanierung wurde das Nahwärmenetz durch das Staatliche Bauamt Landshut auf Pumpenwarmwasser umgestellt.
Die Wärmeerzeugung wurde erstmalig in Bayern als Pilotprojekt in Form eines Wärmeliefer-Contractings europaweit nach der Verdingungsordnung für Leistungen (VOL) im offenen Verfahren ausgeschrieben. Den Bietern wird die Möglichkeit eröffnet, ein Grundstück des Freistaates Bayern außerhalb der Gefängnismauer durch einen Erbbaurechtsvertrag zu übernehmen und darauf ein Heizwerk zu errichten. Alternativ wäre der Netzanschluss an ein Fernwärmeversorgungsunternehmen möglich. Die Laufzeit beträgt 20 Jahre. Danach ist das Erbbaugrundstück wieder in den Anfangszustand zu versetzen.
Die Wärmeleistung mit 4,8 MW, die voraussichtliche Jahreswärmemenge von 9.200 MWh sowie die Forderung, mindestens 50 Prozent der gelieferten Wärmemenge aus erneuerbaren Energieträgern zu erzeugen, werden u. a. im Vertrag benannt.
Das Projekt wurde damals von der BIBER Biomasse zusammen mit der ESB Wärme reaisiert, ehe die BayWa das Projekt in 2014 übernahm.
ECKDATEN DES PROJEKTS
Objektart
Öffentl. Gebäude (Bund/Land)
Sonstige
Inbetriebnahme
2010 bzw. 2014
Vertragslaufzeit
20 Jahre
Energieart
Nahwärme
Wärme
Contractingart
Energieliefer-Contracting
Energieträger
Holz
Anlagentechnik
Holzhackschnitzelanlage (2.400 kW)
End-Energieverbrauch alt
1 Mio. m3 Erdgas
Einsparung
2.500 t CO2
ERFAHRUNGEN
Mehrwerte neben der Energie(kosten-)einsparung?
Während der Laufzeit von 20 Jahren werden rund 20 Mio. m³ Erdgas durch 70.000 t Holzhackschnitzel aus regionaler Erzeugung substituiert.

