
Contracting-Anbieter/Energiedienstleister
GASAG Solution Plus GmbH
Niederlassung Essen
Ansprechpartner: Stefan Bolle
Tel.: +49 2054 96954-30
E-Mail: sbolle@gasag.de
Objektort
54516 Wittlich
Projekt des Monats Oktober 2009: Energieversorgung im St. Elisabeth-Krankenhau in Wittlich
Seit 1971 waren in dem 463-Betten-Krankenhaus insgesamt 5 Kessel in Betrieb, die Wärme und Niederdruckdampf bereitstellten. Der Erdgasbedarf lag vor der Sanierung bei 11.285 MWh/a, der Strombedarf bei 3.590 MWh/a.
Nach der Ausschreibung wurde 2006 ein 15-Jahresvertrag abgeschlossen und im gleichen Jahr begann der Umbau der Energieversorgung. Im Herbst 2007 waren fast alle Neuanlagen im Betrieb.
ECKDATEN DES PROJEKTS
Objektart
Krankenhaus
Inbetriebnahme
2006
Vertragslaufzeit
15 Jahre
Energieart
Strom
Wärme
Contractingart
Energieliefer-Contracting
Energieträger
Erdgas
Anlagentechnik
Niedertemperaturkessel (1.750 kW)
Brennwertkessel (1.750 kW)
(die 2 alten Kessel hatten noch je 2.900 kW)
BHKW (546 kWth + 357 kWel)Vollständige Einspeisung ins Krankenhausnetz, deckt ca. 70 % des Strombedarfs
Energieeffizienzmaßnahmen
Drehzahlgerechte Netzpumpen (für die Verteilung der Wärme)
Neue Leitungen ins Personalwohnheim, neuangeschlossen auch die Räume der Hubschrauberbereitschaft sowie Ärztehaus (Gasthermen und Nachtspeicheröfen wurde hier abgelöst)
Vorlauftemperatur von 110 °C auf 70 °C gesenkt
Fernüberwachung
2.600 Thermostatventile an Heizkörpern
Neue Wärmedämmung hinter ca. 1.500 Heizkörpern
Hydraulische Optimierung des Wärmenetzes
End-Energieverbrauch alt
22.055 MWh/a
End-Energieverbrauch neu
15.307 MWh/a
Einsparung
125.100 EUR/a,
1.376 t/a weniger CO2-Emissionen
ERFAHRUNGEN
Kurzes Resümee: Wie würden Sie das Projekt aus heutiger Sicht beurteilen? Was ist das Besondere an diesem Projekt?
Steigt der Energiepreis Jahr für Jahr um 10 %, dann soll sich die Ersparnis schon nach 5 Jahren auf jährlich 480.433 EUR aufsummiert haben.
Noch nicht modernisiert ist die Dampfversorgung. Hier verrichten immer noch 2 Dampfkessel aus dem Jahr 1971 mit je 350 kW ihren Dienst. Sie sollen bis Ende 2011 abgelöst und durch eine dezentrale Versorgung ersetzt werden.

