
Contracting-Anbieter/Energiedienstleister
entega AG
Ansprechpartner: Ralf Schneider
Tel.: +49 6151 701-6010
E-Mail: ralf.schneider@entega.ag
Objektort
64646 Heppenheim
Projekt des Monats August 2008: Holzhackschnitzelanlage in Heppenheim
Eine Holzhackschnitzelanlage liefert künftig umweltfreundliche Wärme im Heppenheimer Stadtteil Erbach. Sie erzeugt die benötigte Wärme vorwiegend aus Holzhackschnitzeln und löst damit die alte Ölheizung ab. Lediglich an sehr kalten Tagen kommt ein neuer Ölspitzenlastkessel zum Einsatz.
entega (ehemals HSE) bleibt Eigentümer der Anlage, die Stadt Heppenheim bezieht für die nächsten 15 Jahre die Wärme für die Mehrzweckhalle. Die Holzhackschnitzelanlage ist Teil eines umfassenden Projekts: Bereits 2007 hat die damalige HSE das Heizsystem der Mehrzweckhalle erneuert – die in die Decke integrierten Heizflächen verteilen die regenerativ erzeugte Heizenergie nach dem Prinzip der Wärmestrahlung in der Halle.
ECKDATEN DES PROJEKTS
Objektart
Gewerbe
Kommune
Inbetriebname
2008
Vertragslaufzeit
15 Jahre
Energieart
Wärme
Contractingart
Energieliefer-Contracting
Energieträger
Holz
Öl
Anlagentechnik
Holzhackschnitzelanlage (110 kW)
Um einen optimalen Wirkungsgrad und damit eine möglichst hohe Energieeinsparung zu erreichen, deckt der Holzhackschnitzelkessel die Wärmegrundlast ab – das sind zwischen 80 und 90 % der insgesamt benötigten Wärme.
Die Holzhackschnitzelanlage ist in einem separaten Gebäude hinter der Mehrzweckhalle untergebracht. Über eine Nahwärmeleitung wird die Wärme zum neuen Heizsystem in der Halle geleitet.
Energieeffizienzmaßnahmen
Im Rahmen des Contracting-Vertrages kümmert sich entega in der Zukunft auch um die Betriebsführung, die Instandhaltung und die Brennstoffversorgung. Von der Querverbundleitstelle der entega in Darmstadt aus wird die Anlage außerdem rund um die Uhr überwacht. Das sorgt für einen störungsfreien Betrieb. Contracting ermöglicht somit eine sichere Wärmeversorgung und gleichzeitig neue Wege zur Finanzierung.
Die Halle soll in naher Zukunft eine neue Außenfassade mit Wärmedämmung erhalten. Die Leistungsstufung der Wärmeerzeuger ist auf den sanierten Zustand ausgelegt.
Investitionskosten
ca. 400.000,00 EUR
Energiekosten vorher
88.000 EUR/a
Energiekosten nachher
84.000 EUR/a
End-Energieverbrauch alt
65.000 Ltr. Heizöl/a (657.000 kWh/a)
End-Energieverbrauch neu
490.000 kWh (Biomasse-Heizöl-Mix)
Einsparung
Bei der Verbrennung von Holz wird die gleiche Menge des Treibhausgases Kohlendioxid freigesetzt, die die Bäume im Laufe ihres Wachstums aufgenommen haben. Die gleiche Menge CO2 würde entstehen, wenn das Holz im Wald verrotten würde. Durch die moderne Anlagentechnik wird so gut wie kein Feinstaub emittiert. Im Vergleich zur alten Ölheizung spart die Holzhackschnitzelanlage pro Jahr den Ausstoß von rund 100 Tonnen Kohlendioxid (CO2) ein.

