Moderne Wärmeversorgung für das Olympiazentrum Schilksee

Foto: © EAM EnergiePlus GmbH
EAM EnergiePlus GmbH

Ansprechpartner: Dr.-Ing. Oliver Bastian
Tel.: 0561 933-1419
E-Mail: oliver.bastian@eam.de
24259 Kiel
Das Olympiazentrum Schilksee ist ein Komplex aus Yachthafen, Wohngebäuden und Geschäften im Kieler Ortsteil Schilksee. Es war der Austragungsort der Segelwettkämpfe während der Olympischen Spiele 1972 und ist seit 1988 Teil des Olympiastützpunkts Hamburg/Schleswig-Holstein.

Über eine öffentliche Ausschreibung im Jahr 2017 wurde ein Contractor zur Wärmelieferung über einen Zeitraum von dreizehn Jahren gesucht. Eine Besonderheit der Ausschreibung war, dass die Gewichtung für die Vergabe der Wärmeversorgung neben der Preisgestaltung auch die CO2-Ausstoßminimierung und Ausgestaltung von Förderprogrammen zum hydraulischen Abgleich der vorhandenen Heizungsanlagen sowie Smart-Home-Anwendungen beinhaltete. Alle Leistungen sollten ausschließlich über die Wärmelieferpreise mit einem spezifischen Leistungspreissystem, Arbeitspreisen mit Gleitklauseln nach AVB-Fernwärme sowie bestimmten privatrechtlichen Vereinbarungen aus der Gründungszeit dieses Nahwärmenetzes abgegolten werden.

Die EAM liefert seitdem jährlich 8.000 Megawattstunden Wärmeenergie an 700 Wohneinheiten und diverse Liegenschaften der Stadt Kiel und der Universität. Im Zuge des bis zum Jahr 2031 laufenden Vertrages erfolgt durch die EAM die Sanierung des kompletten Fernwärmenetzes mit einer Trassenlänge von 1.200 Metern, ebenso wie die Erneuerung sämtlicher Fernwärme-Übergabestationen.
ECKDATEN DES PROJEKTS
Gewerbe
Schwimmbad
Sportstätte
Wohnen

Bestandsgebäude
Heizungsinstallateur
Automatisierungstechnik
41.790 m2
20 Gebäude
2018
13 Jahre
Nahwärme
Wärme
Energieliefer-Contracting
Biogas
Erdgas
6144
Anlagentechnik
BHKW (Satellit, 420 kWth)
Brennwertkessel (2.900 kW)
Niedertemperaturkessel mit Abgaswärmeübertrager (2.900 kW)

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Fernwartung
Hydraulischer Abgleich

Der vorhandene und mit einem Abgaswärmeübertrager umgerüstete NT-Kessel liefert etwa 95 % der Jahresarbeit beider Kessel. Der Brennwertkessel dient im Wärmekonzept nur zur Deckung der Spitzenlast und als Ausfallreserve. Die Einbindung der Wärme des Satelliten-BHKWs wird im nächsten Schritt über Veränderungen in der Hydraulik verstetigt. Durch Umrüstung des Heizkreisverteilers kann die Vorlauftemperatur im Wärmenetz gleitend nach der Außentemperatur eingestellt werden. Die Aufschaltung der Anlage auf das Leitsystem der EAM EnergiePlus GmbH ermöglicht die kontinuierliche Überwachung und Steuerung der Heizzentrale.
Durch die finanzielle Förderung des hydraulischen Abgleichs von einzelnen Liegenschaften wurde für die Wohneigentümer zusätzlich ein Anreiz zur weiteren Effizienzsteigerung der Anlage geschaffen
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ca. 450.000,00 EUR
1.500 t/a CO2
ERFAHRUNGEN
Siehe Beschreibung „Ausgangslage“
Des Weiteren waren u.a. nachfolgende Maßnahmen Bestandteil der Ausschreibung:
– Teilerneuerung der Versorgungsanlage und des Netzes
– Verminderung CO2-Ausstoß der Anlage
Unterstützung zum hydraulischen Abgleich der Liegenschaften
Diese Faktoren wurden mit unserem Contractingangebot erfüllt. Darüber hinaus wird der hydraulische Abgleich von der EAM EnergiePlus GmbH finanziell gefördert.
Auf Grundlage einer Wärmeplanung bis zum Jahr 2050 konnten die Anforderungen bis 2031 realistisch klargestellt werden, so dass die EAM EnergiePlus GmbH für uns als Betreiber das Netz auf den Klimawandel vorbereitet und die Effizienz weiter erhöht.
Die Idee und die Verpflichtung zu diesem Service stammt bereits aus der Zeit der Errichtung der Bauten für die Segelolympiade 1972.
Die Instandsetzung und Effizienzverbesserung sind in guten Händen. Der Betrieb und Abrechnung sind zuverlässig.
Die Umrüstung eines frühen Nahwärmesystems auf die Anforderung der Klimawendezeit.