Container mit Wärmepumpe versorgt Quartier „Bischofsacker“

Foto © Steve Brookland

GAG Servicegesellschaft mbH

Ansprechpartner: Christoph Pilz und Max Scheffer
E-Mail: christoph.pilz@gag-koeln.de, max.scheffer@gag-koeln.de

51065 Köln

Für zwei Bestandsgebäude mit bestehender Gasversorgung haben wir nach einer Wärmpumpenlösung gesucht, die sich zugleich gut in den Bestand integrieren lässt. Mit EnerCube konnten wir dabei eine neue Technologie erproben, von der wir uns auch Impulse für weitere Vorhaben versprechen.


Wohnen
Bestandsgebäude

Elektrische Wärmepumpe

Sonstiges: Hersteller Enercube

2.238 m2
2 Gebäude

2026

Wärme

Energieliefer-Contracting

zertifizierter Ökostrom

Wärmepumpe (105 kW)

Fotos © Steve Brookland

Hydraulischer Abgleich
MSR/Gebäudeleittechnik
Wärmemengenzählereinbau

Fotos © Steve Brookland

120 MWh

30 MWh

22 t


Hinter dem Projekt stand unser Wunsch, die Wärmewende im Bestand ganz praktisch voranzubringen. Wir wollten Erfahrungen sammeln, die uns bei der Erreichung unserer Klimaziele in den kommenden Jahren weiterhelfen, und zugleich eine Lösung erproben, die praktikabel und wirtschaftlich ist, im Bestand funktioniert und sich auch für weitere Standorte eignet.

Begünstigt wurde die Entscheidung vor allem dadurch, dass sich die Lösung im Bestand mit vergleichsweise wenig Eingriffen umsetzen ließ. Das bestehende System konnte weitgehend weiter genutzt werden, inklusive der Heizkörper und der dezentralen Warmwasserbereitung in den Wohnungen.

Für uns stand im Mittelpunkt, den Gebäudebestand klimafreundlich, wirtschaftlich und praxistauglich weiterzuentwickeln.

Die Herausforderungen lagen vor allem in den Bedingungen des Bestands: Baujahr 1961, nur teilweise thermisch saniert, ältere Heizkörper, der Aufbau eines Mikronetzes zwischen den Gebäuden und die präzise Einregulierung des Systems.

Besonders überzeugt hat uns, dass sich die Lösung mit vergleichsweise geringem Eingriff in den Bestand umsetzen ließ. Die bestehenden Heizkörper konnten weitgehend erhalten bleiben, die Mieterinnen und Mieter wurden nur minimal belastet und gleichzeitig gewinnen wir wichtige Erkenntnisse für die Erreichung unserer Klimaziele.

Neben der Energie- und CO2-Einsparung bietet das Projekt mehrere zusätzliche Mehrwerte:

  • geringe Eingriffe in Gebäude und Außenanlagen
  • weitgehender Erhalt der vorhandenen Heizkörper
  • keine unnötige Belastung der Mieterinnen und Mieter
  • schnelle und wirtschaftliche Ersetzbarkeit bestehender Gaskessel
  • wichtige Erkenntnisse für weitere Projekte und die strategische Umsetzung der Klimaziele
  • optische Integration der Anlage in das Quartier durch die Gestaltung des Containers
  • hohe Übertragbarkeit und Skalierbarkeit auf weitere Bestandsstandorte

Aus heutiger Sicht ist das Projekt ein sehr gelungenes Referenzvorhaben. Besonders ist, dass eine kom-plette Heizzentrale in Containerbauweise mit Wärmepumpe, Wasserspeicher sowie Mess- und Regelungs-technik in einem anspruchsvollen Bestandsumfeld umgesetzt wurde. Trotz Baujahr 1961, teilweise sanier-tem Zustand und älteren Heizkörpern konnte eine wirtschaftliche und minimalinvasive Lösung realisiert werden. Das Projekt zeigt, dass die Dekarbonisierung des Gebäudebestands nicht nur technisch machbar, sondern auch praxistauglich und skalierbar ist.