Mess- und Abrechnungspraxis im Contracting

Auf Energiedienstleistungsunternehmen kommen neue Anforderungen bei Vertragsgestaltung, Messung, Abrechnung und Verbraucherinformation im Bereich der Wärme- und Stromversorgung zu.
 
Zur Umsetzung der Energieeffizienzrichtlinie der europäischen Union soll die AVBFernwärmeV geändert und eine neue Verordnung über die Verbrauchserfassung und Abrechnung bei der Versorgung mit Fernwärme und Fernkälte (Fernwärme- oder Fernkälte-Verbrauchserfassungs- und -Abrechnungsverordnung – FFVAVV) erlassen werden. Unklar ist bisher, ob die neuen Regelungen für alle Fälle der Wärme- und Kältelieferung oder nur für „klassische Fernwärme und Fernkälte“ gelten werden. Es wird erhöhte Anforderungen an die Messung, insbesondere die Verbrauchernähe und Fernauslesbarkeit geben. Zukünftig sind monatlich Abrechnungsinformationen bereitzustellen, was aber nicht bedeutet, dass monatlich abgerechnet werden muss. Begleitet werden diese Pflichten von umfangreichen Anforderungen an die Information der Verbraucher. Dabei wird unterschieden zwischen Informationspflichten in Abrechnungen und Veröffentlichungspflichten im Internet.
 
Bei der Stromversorgung gibt es geänderte Anforderungen an Standardverträge, die für dezentrale Versorgungskonzepte in Gebäuden und Quartieren außerhalb der Grundversorgung verwendet werden. Ebenso wie bei der Wärme sind die Pflichten in Zusammenhang mit der Messung, Abrechnung und Information der Letztverbraucher erweitert worden. Hier sind zukünftig eine Vielzahl neuer Detailangaben gegenüber dem Kunden erforderlich, die die Verständlichkeit von Abrechnungen und die Erreichbarkeit für Kundenrückfragen erhöhen sollen.  Schätzungen sind nur noch ausnahmsweise möglich. Die Fälligkeit von Abrechnungen wird neu geregelt. Bestimmte Regelungen, die bisher nur für Haushaltskunden galten, sind jetzt gegenüber allen Letztverbrauchern einzuhalten.
 
Erstmals gibt es ausdrückliche gesetzliche Vorgaben für Stromverträge mit Haushaltskunden außerhalb der Grundversorgung. Zu dieser Gruppe gehören alle Kunden, die in Gebäuden oder Quartieren von dort tätigen Energiedienstleistern versorgt werden.
 
Um neuartige Energiedienstleistungen in Zusammenhang mit der Stromversorgung erbringen zu können, ohne dass vertragliche Pflichten von Letztverbrauchern gegenüber ihren klassischen Stromlieferanten das verhindern, werden mit den §§ 41d und 41e EnWG bestimmte Kooperations-, aber auch Kündigungsregelungen eingeführt.

 
In diesem Seminar
 
…lernen Sie die neuen Anforderungen bei der Vertragsgestaltung und Abrechnung
 
…wird erläutert, welche neuen Messanforderungen es gibt, insbesondere für die Verbrauchernähe und Fernauslesbarkeit
 
…werden wir Ihnen den Unterschied zwischen Informationspflichten in Abrechnungen und Veröffentlichungspflichten im Internet erklären
 
…werfen wir einen Blick auf die bei der Stromversorgung geänderten Anforderungen an Standardverträgen
 
…stellen wir die erstmals gesetzlichen Vorgaben für Stromverträge mit Haushaltskunden außerhalb der Grundversorgung vor
 
…erläutern wir die neuen Kooperations- und Kündigungsregelungen nach §§ 41d und 41e EnWG
 
…vermitteln wir Energiedienstleistern die nötigen Informationen für die Änderungen der vertraglichen Rahmenbedingungen und betrieblichen Abläufe bei Messung, Abrechnung und Verbraucherinformation
27.10.2021, 09:00 – 12:30 Uhr inkl. Pause
Online über „GotoWebinar“
RA Martin Hack, Rechtsanwälte Günther
Tobias Dworschak, vedec. e.V.
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Die Teilnehmer erhalten vor bzw. während der Veranstaltung die Unterlagen zum Seminar in digitaler Form.

Kosten: 330,00 € zzgl. 19% MwSt.

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