Ökologische Energieversorgung für den Bildungscampus der Stiftung Louisenlund

Schloss Louisenlund. Foto: © Stiftung Louisenlund
get|2|energy GmbH & Co. KG (Gemeinsam mit Stadtwerke SH GmbH & Co. KG)

Ansprechpartner: Hendrik Goll
Tel.: 0431 38960-140
E-Mail: hendrik.goll@get2energy.de
24357 Güby
Von 2020 bis Ende 2022 plant die Stiftung Louisenlund die Umgestaltung und Erweiterung des Forschungs-, Lern- und Studienzentrums und der Wohngebäude. Neu errichtet werden neben einem zweigeschossigen Schulgebäude auch Wohn- und Gemeinschaftsräume, so dass zukünftig mehr als 600 Schülerinnen und Schüler die Schule und das Internat besuchen können.

Im Zuge der umfangreichen Neu- und Ausbauarbeiten wird die derzeit dezentrale und fossile Energieversorgung mit Beginn des Schuljahres 2022/23 durch eine zukunftssichere ökologische Energiebereitstellung ersetzt. Dafür werden 15 Bestandsgebäude und zwei Neubauten an ein neu errichtetes ca. 1.700 m langes Wärmenetz angeschlossen, das zu über 90 Prozent aus Biomasse und hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung gespeist wird.

Die Wärmelieferung erfolgt durch den Dienstleister Regionalwärme-Nord GmbH & Co. KG, ein Gemeinschaftsprojekt des Energiedienstleisters get|2|energy und der Stadtwerke SH. Eine Besonderheit in der Wärmelieferung ist der Einsatz sogenannter BtE®-Pellets, ein Brennstoff, welcher aus regionalem Grünschnitt in Schleswig-Holstein hergestellt wird.
Stiftung Louisenlund Baugrund Lerngebäude. Foto: © Stiftung Louisenlund
ECKDATEN DES PROJEKTS
Schule/Kindergarten
Sportstätte
Wohnen

Kombination Alt/Neubau
Bestandsgebäude
Heizungsinstallateur
15.200 m2
17 Gebäude
2022
20 Jahre
Nahwärme
Strom
Wärme
Warmwasser
Energieliefer-Contracting
Erdgas
Holzpellets
BtE®-Pellets
2x BHKW (50 kWel 100 kWth)
Brennwertkessel (600 kW)
Pelletskessel (1.000 kW)
Speicher (64.000 l)
Stiftung Louisenlund Baugrund Schacht Wärme. Foto: © Stiftung Louisenlund
Fernwartung
Hydraulischer Abgleich
MSR/Gebäudeleittechnik
Optimierung der Heizkreisparameter
Pumpenaustausch
Umbau des Heizungsnetzes
Wärmemengenzählereinbau
Wärmeverteilung
3 Mio. EUR
Richtlinie zur Förderung nachhaltiger Wärmeversorgungssysteme (Land SH)
Heizen mit Erneuerbaren Energien (BAFA)
2.800 MWh/a
550 t CO2
70%
ERFAHRUNGEN
Die Stiftung Louisenlund plante seit längerer Zeit die Energieversorgung der Gebäude zentral und klimafreundlich zu gestalten. Die finale Entscheidung fiel dann im Zuge der Erweiterung des Bildungscampus. Durch bestehende Geschäftsbeziehungen bestand bereits der Kontakt zu den Stadtwerken SH. Da das Projekt für den Einsatz von Biomasse prädestiniert ist, wurde get|2|energy als Projektentwickler bereits in der Planungs- und Angebotsphase einbezogen. Die Stiftung Louisenlund zeigte außerdem Interesse daran, den regional produzierten Brennstoff BtE®-Pellets in der Wärmeversorgung einzusetzen.
Die Konzeption und Planung der gesamten Wärmeversorgung war aufgrund der Gebäudestruktur und den besonderen Anforderungen (Bestandsbauten, Neubauten, Denkmalschutz) sehr herausfordernd. Entscheidend für die Wahl von Contracting war insbesondere, dass Planung und der spätere Betrieb aus einer Hand kommen; das Wärmekonzept mit regionalen Energieträgern (BtE®-Pellets) und die Versorgungssicherheit durch die starke Kooperation mit den Stadtwerken SH.
 
Herausfordernd waren später insbesondere der Tiefbau zur Verlegung des Wärmenetzes und die Planungen des neuen Heizhauses.
Weitgehend CO2 neutrale Energieversorgung
Einsatz regionaler Brennstoffe
ein auf die Bedürfnisse der Stiftung Louisenlund angepasstes Wärmekonzept mit hoher Versorgungssicherheit
langfristig sichergestellte Versorgung mit stabilen Wärmepreisen
Übernahme der Investitionskosten durch den Contractor
Begleitung der Planung, Konzeption, Bau und Betrieb aus einer Hand
Reduktion der CO2-Emissionen
Wegfall aller Einzelheizungen (Entlastung des Facility Managements/ Verringerung des Organisationsaufwands)
ein Ansprechpartner
moderne und effiziente Wärmeversorgung
laufende Überwachung und 24/7 Notfallservice

In der Planungs- und Konzeptionsphase musste das Konzept häufig an neue Gegebenheiten (Anschluss weiterer Gebäude, veränderte gesetzliche Rahmenbedingungen, Neuauflage verschiedener Förderprogramme) angepasst werden. Die Anpassungen erfolgten dabei stets in enger Zusammenarbeit zwischen der Stiftung Louisenlund und dem Contractor. Der denkmalgeschützte historische Gebäudebestand sowie der ebenfalls denkmalgeschützte Freimaurerpark stellten insbesondere im Tiefbau eine Herausforderung dar.
Stiftung Louisenlund Grafik Lerngebäude. Foto: © Stiftung Louisenlund