Weg von der Steinkohle – Innovative Wärmeversorgung für eine Kaserne

Das neue Heizhaus neben der Kaserne. Eine Photovoltaik-Anlage deckt großteils den Energie-Eigenbedarf. Foto: © Agentur Compact Team, Klaus D. Wolf
Vattenfall Energy Solutions GmbH

Ansprechpartner: Christian Feuerherd
Tel.: 030 374396717
E-Mail: christian.feuerherd@vattenfall.de
86972 Altenstadt
Die Bundeswehr in Altenstadt nutzt keine Steinkohle mehr zum Heizen der Kaserne. Aus einer lokalen Biogasanlage bezieht sie den kompletten Grundbedarf an Energie. Aus dem Biogas werden Strom und Wärme gewonnen; die Wärme blieb bislang ungenutzt. Vattenfall ermöglicht nun eine effiziente und sinnvolle ganzjährige Nutzung. Dafür wurde eine zwei Kilometer lange Wärmeleitung bis in das neue Heizhaus verlegt. Damit wird der Warmwasser- und Heizungsbedarf der Kaserne fast ganzjährig abgedeckt. Für den erhöhten Wärmebedarf in der kalten Jahreszeit installierte Vattenfall drei Niedertemperaturkessel auf Erdgasbasis.
 
Pressemeldung der Vattenfall Energy Solutions GmbH

Artikel Merkur.de
Ingenieur-/Planungsbüro
Heizungsinstallateur
ECKDATEN DES PROJEKTS
Öffentliche Gebäude (Bund/Land))
Bundeswehrkaserne
2020
15 + 5 Jahre
Nahwärme
Strom
Wärme
Warmwasser
Abwärme
Energieliefer-Contracting
Betriebsführungs-Contacting
Erdgas
Abwäme von der Biogas-Anlage
Niedertemperaturkessel (5.000 kW)
PV-Anlage (14 kWp)
Abwärme Biogasanlage (700 kW)
Beleuchtung
Dämmung
Fernwartung
Hydraulischer Abgleich
Optimierung der Heizkreisparameter
Wärmemenegenzählereinbau
Wärmeverteilung
1.500.000,00 EUR
Leistungspreis = 23 €/kWth*Jahr; Arbeitspreis = 36 €/MWh netto
12.000 MWh/a
3.000 t CO2
57,57 %
ERFAHRUNGEN
Vattenfall hat sich dazu verpflichtet, innerhalb einer Generation eine Energieversorgung ohne fossile Brennstoffe zu ermöglichen. Wir freuen uns sehr, dass wir die Bundeswehr von unseren innovativen Lösungen überzeugen konnten und unterstützen sie dabei, auf eine umweltschonende Wärmeversorgung umzusteigen. Dabei sind wir besonders dankbar für die sehr gute Zusammenarbeit mit Unternehmern vor Ort, durch die wir zur lokalen Wertschöpfung beitragen: Einerseits mit dem Einkauf von in der Nachbarschaft erzeugter Biowärme und andererseits durch das Pachten eines Privatgrundstücks für das neue Heizhaus.
Das Ziel, die Kaserne anzuschließen, bestand schon lange. Doch der Strukturwandel der Bundeswehr zögerte das Vorhaben hinaus, es fehlte einfach an Planungssicherheit. Wer sich erinnert: Lange Zeit war fraglich, ob die Kaserne überhaupt bestehen bleibt oder aufgelöst wird.
“Für unseren Standort bedeutet das neue effiziente Energiekonzept für mehr als 1.000 Menschen eine sichere und moderne Wärmeversorgung. Zudem können wir einen Beitrag für den Erhalt der Umwelt, insbesondere hier in der Region, leisten. Wir haben hier ein gutes Beispiel, wie man Umweltschutz im Kleinen durchführen kann. Für uns alle ist es Zeit umzudenken.” (Oberstleutnant Robert Badstübner, Kommandeur der Franz-Josef-Strauß-Kaserne)
“Mit der umweltschonenden Energie- und Wärmeversorgung mit einer Gesamtleistung von bis zu fünf Megawatt vermeidet die Gemeinde rund 3.000 Tonnen CO2 pro Jahr. »Das ist eine Wertschätzung unserer Landwirte. Die Wertschöpfung bleibt in der Region. Eine hervorragende Win-win-Situation”. (Landrätin Andrea Jochner-Weiß)