28.08.2018 | Contracting-Tour 08/2018 mit Wirtschaft- und Medienvertretern in Dortmund

In Kooperation mit der EnergieAgentur.NRW besichtigte der VfW am 28.08.2018 zwei innovative Contracting-Projekte in Dortmund. Ein Wohn-Neubau-Projekt der Stadtwerke Lemgo, sowie die Westfalenhallen, die von der DEW21 versorgt werden.

Contracting-Tour Dortmund 2018
Unter dem Motto „Innovative und erfolgreiche Effizienzprojekte hautnah erleben“ führte die EnergieAgentur.NRW in Kooperation mit dem Verband für Wärmelieferung e. V. heute (28.08.) eine Contracting-Tour mit Wirtschafts- und Medienvertretern durch. Ziel der Tour war es, Funktionalität und praktische Umsetzung von erfolgreichen Contracting-Projekten öffentlich wirksam aufzuzeigen und dabei einen interessanten Austausch zur aktuellen und zukünftigen Branchenentwicklung anzuregen.

Im Fokus standen dabei zwei Projekte der besonderen Art an besonderen Orten. Zum einen an der neu angelegten Naherholungsanlage eines ehemaligen Stahlwerkareals – zum anderen an einer der wohl bekanntesten Veranstaltungsstätte des Ruhrgebiets:

Besucht wurde das Wohnquartier „Neue Ufer“ am Phoenixsee Dortmund. Hierbei haben die Kraftwirte der Stadtwerke Lemgo GmbH als Contractor eine 2 x 135 kW Holzpellet-Anlage inkl. 3 x 1.500 Liter Pufferspeicher zur Wärmeversorgung für rund 44 moderne Wohnungen errichtet und zudem noch die Planung, Finanzierung und den Betrieb übernommen. Dann ging es weiter in die Westfalenhallen Dortmund. Diese werden seit über 30 Jahren durch die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21) als Contractor betreut. Dabei werden diverse Hallen, ein Eissportzentrum, ein Leichtathletikzentrum, ein Hotel sowie ein Verwaltungsgebäude mit einer Gesamtleistung von etwa 15 MW mit Wärme versorgt. Zudem errichtete die DEW21 auf den Westfalenhallen als Contractor die damals größte dachgestützte PV-Anlage nördlich der Mainlinie mit einer Gesamtkapazität von 1,68 MWp.

Lothar Schneider, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW: „Entscheidender Vorteil des Contractings ist, dass dieses Geschäftsmodell die Möglichkeit bietet, externe Kompetenzen je nach Kundenbedarf, Branche und Situation individuell einzusetzen und ohne eigenes Kapital in innovative Effizienztechnologie zu investieren. So freut es mich sehr, dass auch bei diesen beiden Vorzeigeprojekten, durch einen gut gewählten Energiemix nicht nur etliche kWh Energie, sondern zudem auch noch über 1.000 Tonnen CO? pro Jahr eingespart werden.“

Tobias Dworschak, Geschäftsführer im VfW: „Die Zukunft moderner Energieversorgungsmodelle liegt im Quartier. Dezentral erzeugte, erneuerbare Wärme und Strom, intelligente Nutzung von Energie mit Assistenzsystemen, Einbindung von innovativen Verkehrskonzepten mit E-Mobilität – all das findet sich in den Quartierskonzepten von morgen. Für die Umsetzung solcher komplexen, umfangreichen und sektorübergreifenden Maßnahmen sind Energieexperten, wie z. B. Contractoren und Energiedienstleister prädestiniert. Die Contractingtouren stellen eine ideale Möglichkeit für Politiker und andere Interessierte dar, sich diese komplexen Vorgänge direkt vor Ort und praxisnah anzuschauen.“